Mein kleines Reich: So wird der Relaxbereich zu Hause zur Wohlfühloase
Die Optik spielte natürlich auch eine Rolle. Ich habe mich für eine tapicerka welurowa in einem sanften Senfgelb entschieden. Samt fühlt sich nicht nur luxuriös an, er ist auch erstaunlich pflegeleicht. Ein feuchtes Tuch genügt, um Staub oder kleine Flecken zu entfernen. Die Farbe bringt Wärme in meine sonst eher helle Einrichtung. Dazu habe ich ein paar dicke Kissen in Erdtönen und eine kuschelige Decke aus reiner Baumwolle gelegt. Der Clou ist ein kleiner Beistelltisch aus hellem Holz, auf dem mein Tee und ein gutes Buch Platz finden. Ich habe sogar eine indirekte Beleuchtung mit warmweißen LED-Streifen hinter der Couch angebracht. Das schafft eine Atmosphäre, die mich sofort runterkommen lässt.
Der Japandi-Stil lebt von der Reduktion auf das Wesentliche. Das bedeutet aber nicht, dass man auf Komfort verzichten muss. Ganz im Gegenteil. Mein Bett ist das Herzstück des Schlafzimmers. Ich habe mich für ein lozko z pojemnikiem na posciel entschieden, weil ich keine sperrigen Kommoden mehr haben wollte. Der Bettrahmen steht auf vier schlanken Beinen, darunter ist genug Platz für den Staubsaugerroboter. Die Matratze ist ein materac piankowy mit einer festen Seite für den Rücken und einer weicheren Seite für gemütliche Nächte. Die Bettwäsche ist aus Bio-Baumwolle in Naturtönen. Keine Muster, keine Stickereien. Nur Stoff, der sich gut anfühlt. Morgens beim Aufwachen ist der erste Blick auf diese klare Ordnung eine kleine Meditation.
Ich habe selbst schon so manchen Kampf mit kleinen Räumen ausgefochten. In meiner ersten Wohnung renovieren war das Schlafzimmer gerade mal zehn Quadratmeter groß. Da stand ein Bett mit einem 16 cm dicken Materac piankowy auf einem einfachen Lattenrost, aber irgendwie wirkte der Raum immer gedrungen und dunkel. Erst ein großer Dekospiegel an der Wand gegenüber dem Fenster veränderte alles. Plötzlich sprang das Licht durch den Raum, und die Enge war wie weggeblasen. Seitdem bin ich überzeugt von der Kraft dieser Accessoires. Sie sind nicht nur praktisch für den letzten Blick vor der Tür, sondern wahre Raumwunder.
Die Qualität einer Duftkerze erkennt man oft an der Brenndauer und der Intensität. Billige Varianten riechen oft künstlich und verlieren nach einer Stunde ihren Duft. Ich investiere lieber in hochwertige Kerzen aus Sojawachs oder Bienenwachs, die länger halten und sauberer verbrennen. Bei Raumdüften achte ich auf natürliche Öle statt synthetischer Duftstoffe. Ein Freund von mir schwört auf selbstgemachte Mischungen aus ätherischen Ölen und Wasser in einem Zerstäuber – das ist günstig und individuell anpassbar. Für besondere Anlässe, wie wenn Gäste kommen, zünde ich eine Kerze mit orientalischen Noten an, die durch ihre Wärme den Raum einlädt. Nach dem Essen neutralisiert ein frischer Zitrusduft eventuelle Gerüche. Ich habe gelernt, dass Duftkerzen und Raumdüfte auch praktische Helfer sind, um unangenehme Gerüche aus der Küche oder vom Haustier zu überdecken.
Der Japandi-Stil ist keine starre Formel. Man kann ihn anpassen, ohne ihn zu verraten. Ich habe zum Beispiel einen alten Sessel meiner Großmutter behalten, aber mit einem neuen Bezug in einem sanften Beige versehen. Er steht jetzt neben dem Bücherregal, das ich aus weißen Kisten und einfachen Holzleisten selbst gebaut habe. Die Kisten sind beschriftet, aber die Schrift ist und klein. Nichts schreit nach Aufmerksamkeit. Wenn Freunde kommen, sagen sie oft, dass sie sich hier sofort entspannen können. Das ist das größte Kompliment. Denn am Ende geht es nicht um die perfekte Einrichtung, sondern um ein Zuhause, das zur Ruhe kommen lässt.
Natürlich gab es auch Rückschläge. Die erste Couch, die ich bestellte, hatte einen billigen Mechanismus, der nach drei Monaten quietschte und klemmte. Das war eine teure Lektion. Beim zweiten Mal achtete ich genau auf die Verarbeitung: Ich wählte ein Modell mit einem robusten Mechanismus, der sich leichtgängig bedienen lässt. Die Polsterung besteht aus einer Mischung aus Kaltschaum und einer Schicht aus Vlies, die sich dem Körper anpasst. Die Farbe wählte ich in einem sanften Salbeigrün, das perfekt zu den Lavendeldüften und den weißen Möbeln passt. Jetzt, wo ich die Couch habe, ist mein Wohnzimmer nicht mehr nur ein Ort zum Fernsehen, sondern ein Raum, der mich jeden Tag an die Ruhe der Provence erinnert.
Eine Freundin fragte mich neulich, wie ich es schaffe, dass meine Wohnung für Familie mit Kindern so aufgeräumt aussieht, obwohl ich zwei Kinder habe. Die Wahrheit ist: Ich habe vieles weggeschmissen. Aber nicht einfach so. Ich habe gelernt, dass Japandi-Stil nicht bedeutet, in einem leeren Raum zu sitzen. Es bedeutet, jedes Möbelstück bewusst auszuwählen. Mein Esstisch aus massiver Eiche ist gleichzeitig Arbeitsplatz und Basteltisch. Die Stühle sind aus geflochtenem Seegras und sehen aus wie Kunstwerke, aber sie sind robust genug für den Alltag. Für Gäste habe ich eine wersalka im Gästezimmer, die tagsüber als Leseecke dient und nachts mit einem einfachen Handgriff zum Bett wird. Die tapicerka welurowa in einem sanften Grau ist nicht nur schön anzufassen, sondern auch leicht zu reinigen.